Musik in St. Lamberti Oldenburg
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Cameron Carpenter, Orgel

Dienstag, 28. April 2015, 19.30 Uhr

Der Superstar der Orgel

Nach seinem bejubelten Auftritt bei uns im November 2010 ist dieser Ausnahmemusiker nun wieder in St. Lamberti zu hören.

Eintritt 25,- / 23,- / 19,- / 17,- ab dem 5. Januar über unsere Vorverkaufsstellen und hier im Online-Ticketverkauf.



Rezensionen

Orgel-Virtuose sprengt Grenzen

Cameron Carpenter meistert technisch anspruchsvolle Werke mühelos

Annekathrin Babbe in NWZ am 30.04.2017

Er spielt nicht nur Orgel – er tanzt auf dem Instrument. Leichtfüßig bewegt sichCameron Carpenter über Pedal und die drei Manuale der Orgel in der St.-Lamberti-Kirche. Der Ruf als exzentrischster Organist der Welt, als Revolutionär des traditionellen Orgelspiels eilt ihm weit voraus.

Aber abgesehen von seinem Irokesenschnitt und den Schuhen mit Glitzerapplikationen ist an diesem Abend kaum etwas Exzentrisches an dem Künstler. Bescheiden gibt er sich vor dem Oldenburger Publikum und begeistert es durch sein musikalisches Können.

Am mobilen Spieltisch ist der 34-Jährige nah an den Zuhörern, die die Rotunde fast komplett besetzen. Videoübertragung ermöglicht dazu den uneingeschränkten Seitenblick auf den Organisten.

Auffallend entspannt wirkt dieser selbst bei großen Anforderungen – ob nun bei Marcel Duprés„Variations sur un Noël“, in denen er die klangliche Vielfalt der Orgel herausstellt, ob in dem ebenso weihnachtlichen und farbigen „Dieu parmi nous“ von Olivier Messiaen, ob in dem hochvirtuosen Finalsatz der Triosonate Nr. 3 d-Moll BWV 527 Bachs, oder auch in eigenen Improvisationen. Ebenso wenig Mühe scheint den Musiker Bachs Sonate Nr. 6 G-Dur BWV 530 zu kosten. Sicher und flink huscht er mit den Füßen über das Pedal, sorgt zugleich auf den Manualen für große Ausdrucksstärke.

In bekannte Werke verschafft er dem Publikum mit seinen Interpretationen und durch die technischen Möglichkeiten neue Einblicke; etwa wenn er die Bach-Fugen nicht nur auf mehr als einem Manual, sondern noch auf allen drei Manualen zur gleichen Zeit spielt, oder auch wenn er die Registrierung in den Fugen laufend ändert.

Carpenter verleiht den Werken seinen Stempel, rückt sie damit stilistisch näher zusammen. Auch wenn er hiermit zuweilen den Unmut von Verfechtern der historisch informierten Spielweise erregt, so beeindruckt er letztlich mit seiner bemerkenswerten Virtuosität und der so ausgeprägten Spielleidenschaft.

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