Musik in St. Lamberti Oldenburg
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HANNOVER HARMONISTS Weihnachtskonzert

Sonnabend, 30. Dezember 2006, 20.00 Uhr

„(Nicht ganz so) Stille Nacht“
Kartenvorverkauf im Hörbuchladen Thye und hier im Online-Ticketverkauf



Rezensionen

Brillanter Streifzug durch die Vokalmusik

Volker Timmermann in NWZ am 02.01.2007

OLDENBURG – ?Vokalmusik?, sagen die Hannover Harmonists, sei ?weit mehr als die Werke Alter Meister?. Wie ungewöhnlich weitläufig die Sänger ihre ganz eigene Idee vom Repertoire tatsächlich fassen, demonstrierten sie in einem (nach-)weihnachtlichen Streifzug durch zahlreiche Stile des A-cappella-Genres. Dabei boten die sechs Herren in der gut besuchten Lambertikirche Vokalkunst vom Feinsten. Was mit dem feierlichen ?Veni, Veni, Emanuel? als stimmungsvolle Eingangsprozession begann und mit weihnachtlichen Sätzen von Sweelinck und Miskinis weiterging, entpuppte sich bald als kunterbunte Reise zwischen geistlicher und weltlicher Musik, zwischen Ernst und Unterhaltung. Zu hören gab es da Spirituals wie ?Wade in the water?, aber auch Exempel des so oft verschmähten deutschen Volksliedgutes. Dass dabei ein ?Horch was kommt von drau�en �rein? keineswegs altbacken, sondern als feinsinnige Vokal-Comedy daher kam, lag nicht nur an den Entertainment-Qualitäten der munteren Herrenriege aus Hannover. Auch die erstklassigen Arrangements hatten erheblichen Anteil an der klingenden Wirkung der Harmonists. Abstimmungsprobleme gibt es bei diesem Ensemble übrigens garantiert nicht: Die Sänger kennen sich seit früher Jugend, sangen einst gemeinsam im Knabenchor Hannover und formierten sich schon 1988 zum Ensemble. Solide Gesangsausbildung, aber auch die nun bald zwei Jahrzehnte währende Konzerttätigkeit haben aus den Hannover Harmonists einen Klangkörper geformt. Hohe Qualitäten also, die indes nur eine Seite der Hannoveraner Harmonists sind. Hinzu kommt ein mit ausgeprägtem Humor gepaartes Show-Talent, das die Herren auch in einer Bach-Hommage zeigten. Etwa indem sie in einem Kantaten-Satz gleich ein ganzes Orchester nicht nur stimmlich, sondern auch mit witziger Gestik imitierten. Am Ende gelangten die Hannoveraner zu dem, was zum Kernrepertoire solcher Ensembles gehört: Die Arrangements in ?Close Harmony?. Ob Beatles-Klassiker oder Peter Kreuders ?Musik, Musik? ? die stilistischen Grenzgänger wussten mit Charme, Witz und Sangeskunst zu überzeugen.

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