Musik in St. Lamberti Oldenburg
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Heinrich Schütz: WEIHNACHTS-HISTORIE SWV 435

Sonntag, 14. Dezember 2008, 18.00 Uhr

Capella St. Lamberti: Weihnachtskonzert

sowie mehrchörige Psalmen und Konzerte von Schütz und Monteverdi
Veronika Winter, Sopran
Henning Klocke, Tenor
Ensemble Chelycus
Concerto Palatino
Capella St. Lamberti
Leitung: Tobias Götting
Kartenvorverkauf ab 3.11.2008 im Hörbuchladen Thye und hier im
Online-Ticketverkauf



Rezensionen

Festlicher Glanz und Innigkeit

KONZERT Schütz? Weihnachtshistorie in St. Lamberti

Volker Timmermann in NWZ am 16.12.2008

OLDENBURG – Weihnachtlicher geht es eigentlich nicht: Zwischen festlichem Glanz und inniger Besinnlichkeit wechseln effektvoll die Stimmungen in dieser Musik. Dennoch ist Heinrich Schütz? bezaubernde ?Weihnachtshistorie? selten im Konzert zu hören. Das mag mit der fehlenden Aufführungstradition des spät wiederentdeckten Werkes zusammenhängen oder mit der Dominanz von Bachs ?Weihnachtsoratorium? ? an Schütz? eindringlicher Musik liegt es nicht. Dass diese rund 350 Jahre nach der Erstaufführung noch für die rechte Weihnachtsstimmung sorgt, demonstrierte nun Tobias Göttings ?Capella St. Lamberti? gemeinsam mit dem von Konzertmeisterin Veronika Skuplik angeführten ?Ensemble Chelycus? (unterstützt durch Musiker vom ?Concerto Palatino?) in der Lambertikirche. Für die Ausdrucksweite in Schütz? Alterswerk sorgt schon die den Gehalt der Szenen symbolisierende, jeweils wechselnde Instrumentierung. Spieltechnisch auf höchstem Niveau und dynamisch flexibel an die Vokalbesetzungen angepasst, kolorierte das ?Ensemble Chelycus? gerade mit den Klängen der alten Blasinstrumente (Cornetti, Dulzian, Posaunen) farbvoll die frohe Botschaft der Historie. Darüber erhoben sich die insbesondere in umfänglichen Solistenpartien gestalteten Gesänge. Tenor Henning Klocke schilderte als Evangelist die Handlung mit frei strömender Stimme und emotionalisierte gerade an den leisen Stellen mit berückendem Piano. Veronika Winter verzauberte in den Engelspartien mit ihrem glänzenden und sehr variablen Sopran. Eingebettet waren die Soli in den Gesang der ?Capella St. Lamberti?. Darin wurde deutlich, aus welch hoher Stimmqualität dieses kleine, aber feine Vokalensemble schöpfen kann. Klangschönheit, punktgenaue Artikulation und höchste Wortverständlichkeit zeichnen die ?Capella? aus. Ausgearbeitete Nuancen kamen schlie�lich auch in den das Programm erweiternden Werken zur Geltung. Sinnfällig hatte Tobias Götting, der weitgehend aus dem Chor heraus anleitete, die eher kompakte ?Weihnachtshistorie? programmatisch angereichert. Etwa mit Motetten von Schütz, aber auch mit Instrumentalsätzen (Dowland, Cima, Schein, Sommer) der Zeit, die die stimmungsvolle Wirkung dieser viel zu selten zu hörenden, in der sehr gut besuchten Lamberti-Kirche jedoch mit gro�er Wirkung aufgeführten ?Weihnachtshistorie? noch unterstützten.

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