Musik in St. Lamberti Oldenburg
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Ludwig Güttler und das Leipziger Bach-Collegium

Sonnabend, 24. Januar 2015, 17.00 Uhr

Prof. Ludwig Güttler zählt als Solist auf der Trompete und dem Corno da caccia zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart und genießt weltweit den Ruf des besten Bachtrompeters; zahlreiche internationale Preise zeigen seine hohe Anerkennung.

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Rezensionen

Brillante Barockklänge mit perfekter Kulisse

Star-Trompeter Ludwig Güttler und Leipziger Bach-Collegium begeistern in Lamberti-Kirche

Annkatrin Babbe in NWZ am 26.01.2015

In ihrer heutigen Form – mit der klassizistischen Rotunde im Inneren – gab es die Lamberti-Kirche noch gar nicht, als Komponisten wie Johann Sebastian BachGeorg Philipp Telemann oder Antonio Vivaldi gelebt und vor allem gewirkt haben. Wie gut sich aber die Musik der Barockzeit und der Vorklassik in diesen Raum einpasst, konnten die Besucher des Konzertes des international renommierten Trompeters Ludwig Güttler mit dem Leipziger Bach-Collegium erfahren.

Einen wunderbaren Dialog gestaltete Güttler zusammen mit dem Oboisten Bernd Schober inGottfried Fingers Sonate Nr. 1 C-Dur für Trompete, Oboe und Basso continuo. Auf dem Corno da caccia spielte er zusammen mit dem Bach-Collegium außerdem ein Concerto in Es-Dur eines unbekannten Komponisten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Warmer, geschmeidiger Ton kennzeichnet das Spiel Güttlers hier, der mit seinen Kollegen vor allem im Largo größte Klangintensität hervorkehrt. Mit Telemanns Concerto in C-Dur für Trompete, Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und Basso continuo belässt es Güttler mit seinen Beiträgen für diesen Abend, besticht hier allerdings noch mit großer Präzision und Präsenz.

Telemanns Pariser Quartett Nr. 12, Johann Christian Bachs Quintett A-Dur op. 11 Nr. 5, ein Concerto Vivaldis in g-Moll und Johann Sebastian Bachs Triosonate G-Dur BWV 1038 – also den Großteil des Konzerts – gestalten die Musiker des Bach-Collegiums ohne den Trompeter. Durchsichtige Klanggebung, Geschmeidigkeit und Fluss prägen ihr Spiel.

Telemanns Quartett swingt geradezu, ebenso Vivaldis Concerto. Mit Verve spielt insbesondere die Basso-continuo-Sektion (mit Cembalist Friedrich Kircheis und Kontrabassist Martin Eschenburg), allen voran Michael Pfaender (Violoncello). Bernd Schober (Oboe), Karl-Heinz Passin (Flöte) und Roland Straumer (Violine) zeichnen sich demgegenüber zwar durch Akkuratesse und große Musikalität aus, bleiben zugleich aber meist dezent.

Das teils leichtgewichtige, aber in sich stimmige Programm meistern die Musiker mühelos mit technischer Brillanz und Ausdruck. Dennoch fehlt am Ende der Vorführung ein wenig jene Begeisterung, die noch etwas mehr der früheren Zeit in die Lamberti-Kirche gelockt hätte.

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