Musik in St. Lamberti Oldenburg
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Maurice Duruflé: Requiem op. 9

Sonntag, 14. November 2021, 17.00 Uhr

„50 Jahre Lambertichor Oldenburg“

Francis Poulenc: Litanies à la vierge noire
Claude Debussy: Danses sacrées et profanes für Harfe & Streichorchester

Wiebke Lehmkuhl  Alt
Florian Hille  Bariton

Lambertichor Oldenburg
Thomas Ospital (Paris)

Sinfonietta Oldenburg
Tobias Götting  Leitung

Vorverkauf ab dem 11. Oktober über unsere Vorverkaufsstellen oder direkt über diese homepage im Online-Ticketverkauf



Rezensionen

Ergriffene Stimmung löst sich in begeisterten Applaus

Die Lambertikirche war voll besetzt. Der Chor stellte in jedem Moment des Konzerts sein Können unter Beweis.

Volkmar Stickan in NWZ am 16.11.2021

Nach einer fast zweijährigen Zwangspause meldete sich der Lambertichor Oldenburg unter der Leitung von Tobias Götting eindrucksvoll in einem Konzert mit französischer Musik zurück.

Und es spricht für die Qualität dieses Chores, dass diese Zeit anscheinend spurlos an ihm vorbeigegangen ist. Alle Tugenden durch die sich dieser Chor schon lange auszeichnet – wie blitzsaubere Intonation, geschmeidiger und gut ausgehörter Zusammenklang, beeindruckende Klangfarben, sowie eine großartige dynamische Spannbreite – wurden hier in diesem Konzert wieder einmal deutlich dargestellt.

Dankbarkeit und Freude

Und in der vollbesetzten St. Lambertikirche spürte man förmlich die Dankbarkeit und Freude der beteiligten Sänger, Musiker und des Publikums darüber, endlich wieder einem großbesetzten Chorkonzert beiwohnen zu dürfen. Tobias Götting, der für seine Begeisterung und seinen Faible für französische Musik bekannt ist und der diese Begeisterung auf alle Beteiligten zu übertragen weiß, hatte ein Programm zusammengestellt, das in Maurice Duruflés Requiem op. 9 mündete.

Schon gleich vom dunkel gefärbten „Introitus“ an verstanden es Chor und Orchester, durch einen verinnerlichten und sehr intimen Klang zu fesseln – aber sie verstanden es auch, aufzumachen – wie im „Kyrie“ – ohne dabei zu forcieren und an Geschmeidigkeit zu verlieren.

Das „Sanctus“ über den impressionistischen Klangflächen von Orgel und Streichern war genauso ergreifend, wie die „Osanna“-Ausbrüche.

Gänsehautmomente

Ein Gänsehautmoment war das „Pie Jesu“, das von der Mezzosopranistin Wiebke Lehmkuhl mit großer, ausdrucksstarker Stimme gesungen- und nur von der Orgel und einem von Ulf Schade gespielten großartigen Cellosolo begleitet wurde.

Und auch der Bariton Florian Hille verstand es, mit seiner tragenden Stimme anzurühren und zu überzeugen. Im „Agnus Dei“ und vor allem im abschließenden „In Paradisum“, dieser Musik wie aus einer anderen Welt, verspürte man die musikalische Verbundenheit und das geschlossene, gemeinsame Gestalten zwischen Tobias Götting und den Musikern und Sängern.

Herausragende Rolle

Dem französischen Organisten Thomas Ospital kam nicht nur im Requiem eine herausragende Rolle zu, sondern er hatte als Einstimmung darauf mit dem „Prélude et Fugue sur le nom d’Alain“ von Maurice Duruflé auch einen phantastischen Soloauftritt, in dem er sich als ein großartiger Gestalter erwies.

Ein Stück großer Orgelkunst in bester erzählender Widor-Tradition – meisterhaft gespielt.

In den „Danses sacrées et profanes“ von Claude Debussy kam die Harfenistin Gesine Dreyer begleitet von der Sinfonietta Oldenburg zu ihrem solistischen Auftritt. Der an einen altertümlichen Schreittanz erinnernde „Danse sacrée“ geht ohne Pause in den „Danse profane“ über und löst sich in den perlenden und rauschend gespielten Harfenläufen dieses weltlichen Tanzes auf.

Ein großartiges Konzert mit französischer Musik und hochmotivierten Instrumentalisten, Sängerinnen und Sängern.

Es dauerte etwas, bis sich die ergriffene Stimmung des Publikums in begeisterten Applaus löste.

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