Musik in St. Lamberti Oldenburg
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5. Oldenburger Orgel-Wunschkonzert

Sonnabend, 29. September 2012, 18.00 Uhr

„40 Jahre Lamberti-Orgel“

Es ist wieder soweit: Oldenburger Organistinnen und Organisten erfüllen Ihre Wünsche!
Reichen Sie Ihren Wunsch bis zum 9. September im Info-Zentrum Markt 17 oder per e-mail ein und freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend!
Eintritt frei – Spenden erbeten.



Rezensionen

Manche Wunschzettel sind seitenlang

In der Lambertikirche geht es einen Musikabend lang wunschgemäß zu. Viele Orgelfreunde haben ihre Favoriten eingereicht.

Horst Hollmann in NWZ am 28.09.2012

OLDENBURG Im Jahr 2000 überkam Tobias Götting ?eine verwegene Idee?, wie er sagt: ?Wir wollten einmal eine richtig volle Kirche bei einem reinen Orgelkonzert haben!? Das war für den Kantor der Lambertikirche in der Tat eine Herausforderung. Der Rundbau im Stadtzentrum fasst schlie�lich 650 Zuhörer ? und die wurden es tatsächlich am 8. Juli vor zwölf Jahren, beim ersten ?Orgel-Wunschkonzert?. Mittlerweile steht ein kleines Jubiläum an. An diesem Sonnabend, 29. September, 18 Uhr, treffen sich drei der hauptamtlichen Kantoren aus der Stadt zur fünften Auflage auf dem Instrument, das in diesem Herbst 40 Jahre alt wird. Eigentlich müssten schon mehr in der Historie stehen. Aber nach regelmä�igem Beginn hat es seit dem 17. September 2005 kein Wunschkonzert mehr gegeben. Der Lamberti-Kantor denkt mit einem hintergründigen Lächeln an den damaligen Tag: ?Es war am Vorabend der Bundestagswahl, und wir hatten eine vierhändige Sonate von Merkel im Programm.? MerkelŤ Nun ja: Gustav Merkel aus Dresden. Lebte von 1827 bis 1885. Nicht überall kommen die Kantoren derart harmonisch miteinander aus wie in Oldenburg. Die lange Unterbrechung liegt daher rein in Zeitzwängen begründet. Zumindest drei Organisten konnten diesmal ihre Terminhalde freischaufeln: Neben Götting auch Johannes von Hoff von St. Ansgar und Manuel Uhing von St. Willehad. Über 400 Jahre von Sweelinck bis Gubaidulina reichte bisher die Spannbreite. Wünsche äu�ern vor allem Chorsänger. ?Sie sind unser zentrales Publikum?, wei� Götting. Auch durch die traditionelle Reihe ?Orgelmusik zur Marktzeit? hat sich ein kundiger Hörerkreis gebildet. Choralgebundene Werke und überraschend viel Zeitgenössisches finden so Platz auf den Wunschzetteln. Radio und CD spielen ebenfalls eine Rolle, mit diesmal direkten Auswirkungen. Die ?Suite gothique? von Léon Boëllmann rangiert bei den Wünschen für den 29. September ganz oben, was den Kantor nicht überrascht: ?Das Werk ist auf unserer aktuellen CD mit der Lamberti-Orgel festgehalten.? Sonst sind Bachs Toccata und Fuge d-Moll und die Toccata aus der fünften Orgelsinfonie von Widor die Favoriten. Rund 50 Musikfreunde haben Wünsche kundgetan, manche in Seitenlänge. ?Vier bis fünf Stunden könnten wir füllen?, überschlägt Götting. Doch mehr als 80 Minuten dürfen es nicht werden, ?nicht zu lang, nicht zu laut, nicht nur brillant?. Dann behalten alle die Lust zum Zuhören. Natürlich kann man noch mehr Scharen von Leuten mit Orgelmusik beglücken. In der nordamerikanischen Eishockey-Liga gehört in jedem Stadion der Einsatz einer Orgel mit gro�em Getöse zur Zeremonie. Zwischen 10.000 und 200.000 Zuschauer singen manchmal auch Wunschlieder mit. Aber von diesen Fans kommen wohl nie 650 nur wegen der Orgel…

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