Musik in St. Lamberti Oldenburg
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HARFE & ORGEL

Sonnabend, 21. Februar 2009, 19.00 Uhr

Oldenburg – Stadt der Wissenschaft 2009

Werke von Debussy, Holy, Saint-Saens, Owens und Grandjany
Annika Wirth, Harfe
Tobias Götting, Orgel
Eintrittsprogramme zu 8,- EUR (erm. 6,- EUR) nur an der Abendkasse ab 18.15 Uhr



Rezensionen

Klanggewalt trifft auf filigrane Töne

KONZERT Orgel und Harfe als kammermusikalisches Duo

Volker Timmermann in NWZ am 23.02.2009

OLDENBURG – Harfe und Kirchenorgel als kammermusikalisches Duo ? passt dasŤ Schlie�lich kann die Lamberti-Orgel mit ihrer Klanggewalt Kirchenmauern erschüttern, während die Harfe als eher filigranes Instrument gilt. In St. Lamberti machte das gar nichts, denn Annika Wirth und Tobias Götting fanden ein gemeinsames dynamisches Feld und schufen miteinander immer neue, reizvolle Klangverbindungen. Zu hören war dies schon in Cesar Francks eigentlich nur für die Orgel komponierten ?Prelude, Fugue et Variations? op. 18. Mit dem lyrisch-meditativen Thema begannen die Soloharfenistin des Staatsorchesters und der Lamberti-Kantor ein Konzert der eher intimen und getragenen Klänge (die ins Olantis Huntebad übertragen wurden). Selbstverständlich war angesichts der seltenen Besetzung der Rückgriff auf Bearbeitungen, wie die von Saint-Saëns‘ selbst arrangierte ?Rhapsodie über ein bretonisches Volkslied?. Daneben gab es jedoch auch seltene Originalkompositionen für Harfe und Orgel. Die Klänge, die Wirth und Götting aus solchen Raritäten hervorzauberten, wirkten erstaunlich stimmig. Etwa, wenn sich der von Götting äu�erst vielfältig kolorierte Orgelklang zwischen die Harfentöne webte. Und weil die Harfe ebenfalls ein harmonisch vielseitiges Begleitinstrument ist, wechselten beide oft die Klangrollen. Annika Wirth entlockte ihrem Instrument sowohl harfengemä�e Sphärenklänge wie auch markante dynamische Akzente. Daneben präsentierte sie ? etwa, wenn sie blitzschnell ganze Kaskaden von Harfentönen in die Kirche sandte ? auch ihre staunenswert virtuose Technik.

Kirchen-Konzert im Schwimmbecken

ÜBERMORGENSTADT Live-Musik ins Olantis Huntebad übertragen - Wissenschaftliche Begleitung

ASCAN DIEFFENBACH in NWZ am 23.02.2009

OLDENBURG – Am Beckenrand standen unzählige Kerzen, das Licht war gedimmt, die Stimmung ruhig und aus dem Wasser ragten rund 100 bunte Poolnudeln. Diese Schaumstoffstangen haben sich die Gäste des ersten Oldenburger Unterwasserkonzerts ?Grenzenlose Klangwelten für Verliebte? hinter den Kopf und unter die Fü�e geklemmt, um sich bei romantischer Atmosphäre zu klassischer Musik auf der Wasseroberfläche treiben zu lassen. Die sanften Töne von Orgel und Harfe wurden live aus der Lambertikirche (siehe Artikel unten) in das Schwimmbecken übertragen. Acht Unterwasserlautsprecher bescherten den Besuchern, deren Ohren unter der Wasseroberfläche waren, ein Klangerlebnis der besonderen Art. Dabei kamen die Töne keineswegs wässrig bei den Gästen an, sondern überraschend klar. ?Damit es sich so anhört, mussten die Frequenzen den Gegebenheiten angepasst werden?, sagte Hörforscher Michael Buschermöhle. Er stand mit weiteren Organisatoren am Beckenrand, um für Fragen zur Verfügung zu stehen oder um mit Zuhörern zu experimentieren. Schlie�lich gehörte das Konzert zum Jahr ?Stadt der Wissenschaft?. So konnten die 50 Gäste auch Schallwellen auffangen, wenn sie ein Stethoskop ins Wasser hielten. Wie das Hören funktioniert, erklärte zuvor ein Unterwasser-Hörspiel: ?Der Schall unter Wasser gelangt nicht über das Trommelfell in das Innenohr?, hie� es, ?stattdessen werden die Schallschwingungen direkt auf den Schädel übertragen und gelangen über die Flüssigkeit im Kopf direkt bis zum Innenohr.? ?Ich finde es faszinierend, dass man so auch hören kann, wenn man sich die Ohren zuhält?, sagte Margrit Kuper am Beckenrand. Danach nahm sie sich einen Bademantel, um sich in der gemütlichen Lounge bei Snacks und Cocktails aufzuwärmen. Zur Realisierung des Abends mussten Stadt, Kirche, Schwimmbad, Wissenschaft und Technik zusammenarbeiten. Eine der Hürden: Die Lambertikirche hat keinen Internetzugang für die Übertragung. ?Au�erdem sind die Bedingungen jeder Institution anders?, so Projektleiterin Florence Mosel. Für Frank Hinrichs, Marketingleiter des Olantis, kein Problem: ?Wir sind immer für au�ergewöhnliche Sachen zu haben.?

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