Musik in St. Lamberti Oldenburg
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Wolfgang Amadé MOZART: Vesperae solennes de confessore

Sonnabend, 28. Februar 2009, 18.00 Uhr

Solisten, Lambertichor Oldenburg, Choralschola Oldenburg, Kammerorchester St. Lamberti
Ltg. Tobias Götting
Eintritt frei – Kollekte erbeten



Rezensionen

Großes Werk hinter der Arie

KIRCHENMUSIK Viele Zuhörer bei Mozart-Messe in St. Lamberti

Horst Hollmann in NWZ am 02.03.2009

OLDENBURG – Was bei Opern nicht ungewöhnlich ist, kann auch der Kirchenmusik widerfahren ? dass eine Arie bekannter wird als das ganze Werk. Mozarts ?Laudate Dominum? gibt so ein Beispiel. Wer wei� schon, dass es der fünfte Abschnitt seiner ?Vesperae solennes de confessore? istŤ Doch während oft die einzelne Opernarie den gro�en Rest des Ganzen nicht mehr trägt, fügt sich Mozarts Messe KV 339 gro�artig zusammen. Tobias Götting ist in der nahezu voll besetzten Lambertikirche ein überzeugender Anwalt des diesseitigen C-Dur-Werks von 1780. Der Lambertikantor mei�elt ein scharfes Profil heraus, aber er übertreibt nicht. Er konstruiert durchaus Gegensätze, aber er behält den verbindenden Brückenschlag im Auge. Plakatives und Inniges kommen gleicherma�en zu ihrem Recht. Es gelingt Götting das Kunststück, beruhigend konservativ und belebend innovativ zugleich zu sein. Neu belebt ist auch die Idee, die hinter dieser Vesperae-Aufführung steht. In festlicher Form soll viermal im Jahr eine neue Gottesdienstreihe mit liturgischen Vespern musikalische Marken setzen. In St. Lamberti sind noch Aufführungen am 30. Mai (Pfingstsonnabend) und 28. November geplant, in der Garnisonkirche eine am 29. August. Von den rituellen Beschränkungen, die Mozart in seinem letzten Werk für den ungeliebten Dienst beim Erzbischof Colloredo in Salzburg noch auferlegt waren, lassen der Lambertichor, das Lamberti-Kammerorchester (ohne Posaunen zur Verstärkung der unteren Chorstimmen) und das Solistenquartett nichts spüren. Die Strenge fordern eher die zwischen die Psalm-Vertonungen eingeschobenen Antiphonen ein, fast archaisch vom Männer-Doppelquartett der Choralschola unter Leitung von Manuel Uhing zelebriert. Chor und Orchester verschmelzen kontrolliert miteinander. Auch in der heiklen Akustik bleibt das Formengefüge erkennbar. Die vier Solisten fügen sich bestens ein: Veronika Winter (Sopran), Nicole Dellabona (Alt), Henning Kaiser (Tenor), Konstantin Heinkel (Bass). Die Krone gebührt der Sopranistin wegen ihrer Nahbarkeit und Natürlichkeit ? zu spüren vor allem im ?Laudate Dominum?. Konzerttermine unter www.lamberti-kirchenmusik.de Nachtrag von webmaster@lamberti-kirchenmusik.de: Freundlicherweise ist Matthias Lüderitz für Konstantin Heintel eingesprungen.

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